FAQ munio

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1) Welche Leistungsmerkmale hat munio?

munio…

…ist ein schlüssiger Beratungsprozess, der aus 5 Schritten aufgebaut ist
…setzt Erkenntnisse moderner Beratungspsychologie um
…Beratung eignet sich sowohl für den emotionalen als auch den rationalen Kundentypen
…ist in bestehende Systeme integrierbar und kann externe Kundenbestände auslesen
…kann Beraterrollen abbilden und verschiedene Hausmeinungen verwalten
…optimiert das Kundendepot und gleicht es mit der Hausmeinung ab
…stellt IST- und SOLL- Situation des Kunden dar
…liefert Handelsempfehlungen zur optimalen Umschichtung
…erstellt ein Beratungsprotokoll
…basiert auf weiterentwickeltem Markowitz-Ansatz
…kann Musterdepots anlegen, verwalten und mit dem Bestandsdepot abgleichen
…kann Benchmarks anzeigen und mit dem Bestandsdepot abgleichen
… ist MiFID – konform

2) Wie rechnet munio?

munio optimiert auf Basis der Korrelationen der Risiken einzelner Wertpapiere untereinander und optimiert das Depot in Abhängigkeit des vom Kunden vorgegebenen Risikos und der Anlagedauer. Dabei werden die Wertpiere so zusammengesetzt, dass in dem angegebenen Anlagehorizont das Risiko nicht größer sein darf, als es der Kunde vorgegeben hat.

3) Was macht munio anders als andere?

3.1 Der Begriff Risiko
Im Gegensatz zu anderen sich im Markt befindlichen Lösungen, greift munio beim Risiko auf den tatsächlichen Wertverlust einer Anlage und verwendet nicht die Volatilität/Standardabweichung der Rendite. Die Volatilität von 10% sagt beispielsweise aus, dass die Rendite eines Wertpapieres 10% oberhalb oder unterhalb der durchschnittlichen Rendite dieses Wertpapieres liegen kann. Die Volatilität sagt nichts über den tatsächlichen Wertverlust aus. So kann die Volatilität bei 10% liegen, der Wert des Depots kann aber um 50% fallen.


3.2 Die Anlagedauer

munio beachtet die Anlagedauer, die der Kunde angibt.


3.3 Vertriebsunterstützung

munio ist ein schlüssiger Beratungsprozess, der den Berater sowohl in der Beratung als auch im Vertrieb unterstützt.


3.4 Einzelwert-Optimierung und Restriktionen

munio optimiert auf Basis von Einzelwerten, beachtet aber selbstverständlich auch die Restriktionen bezüglich der Assetkategorien.

4) Warum Peergroups in munio?

Peergroups im Allgemeinen ist eine Gruppe von Einzeleinheiten mit gleichen oder sehr ähnlichen Eigenschaften. Für die munio-Optimierung stellt die Peergroup ein gewichtetes Portfolio dar, das die Eigenschaften eines Wertpapiers abbildet.

Bisher wurden die Korrelationen bei Wertpapieren für 10 Jahre definiert. In Krisenzeiten war das in einigen Fällen nicht ausreichend und die Betrachtungen mussten verfeinert werden. Deshalb wurden die Kurshistorien aller Wertpapiere anhand einer Peergroup auf 20 Jahre verlängert.

Die Verlängerung ist transparent in munio eingeflochten. Wenn Sie mit Wertpapieren arbeiten, deren Kurse nicht weit genug in die Vergangenheit reichen, wird in den Charts der Wertpapiere angezeigt, ab wann und mit welcher Peergroup der Kurs verlängert wurde.

4.1 Ihre Vorteile
• Stabile Risiko- und Renditewerte
• Stabile Depotoptimierung
• Stabile Depots
• Zufriedene Kunden


4.2 Wie werden Peergroups erstellt?

Alle Wertpapiere, deren Kurshistorie kürzer als 20 Jahre ist, werden mit einer passenden Peergroup verlängert. Für die Auswahl der richtigen Peergroup zu einem Wertpapier werden Stammdaten zum Wertpapier herangezogen, wie beispielsweise die Kategorie oder Branche. Um die passende Peergroup zu finden, wird darüber hinaus auch der Kursverlauf der zu verlängernden Wertpapiere herangezogen und analysiert. Aus dem echten Kursverlauf werden mathematische Kennzahlen berechnet, die dazu dienen das Muster zu erkennen und entsprechend ähnliche Wertpapiere für die Peergroup auszuwählen.


4.3 Welche Stammdaten sind wichtig?

Die folgenden Stammdaten werden herangezogen, um grundsätzlich zu definieren, welche Wertpapiere sich für die Kursverlängerung eines Wertpapiers eignen:

• Wertpapierkategorie
• Branche
• Land / Region
• Währung

Anhand dieser Daten wird die Grundmenge an Wertpapieren festgelegt, aus der die Peergroup zusammengestellt wird. Die Wertpapiere müssen eine Kurshistorie von mindestens 20 Jahren haben. Anschließend wird anhand mathematischer Kennzahlen die genaue Zusammensetzung einer Peergroup errechnet.


4.4 Welche mathematischen Kennzahlen sind wichtig?

Die folgenden mathematischen Kennzahlen werden herangezogen, um ähnliche Wertpapiere zu finden, die sich für eine Verlängerung von Wertpapieren mit kurzen Zeitreihen eignen.

• Performance
• Volatilität
• Maximum Drawdown
• Maximum Drawup
• Abweichungsquadrate

Die Kennzahlen werden berechnet für die Grundmenge der Wertpapiere und für das zu verlängernde Wertpapier selbst. Die Kennzahlen werden für unterschiedliche Zeiträume berechnet. Jede der Kennzahlen wird als gleich wichtig betrachtet.


4.5 Zusammensetzen der Peergroup

Anhand der mathematischen Kennzahlen werden Ähnlichkeitspunkte verteilt. Desto mehr Punkte ein Wertpapier über die Gesamtzeit hat, desto ähnlicher ist es dem zu verlängernden Wertpapier. Je ähnlicher die Kennzahlen der Wertpapiere den Kennzahlen der zu verlängernden Wertpapiere sind, desto mehr Punkte werden verteilt.
Anschließend werden die fünf ähnlichsten Wertpapiere herausgesucht und zu einer Peergroup zusammengesetzt. Diese Peergroup wird dann dem Wertpapier mit kurzer Kurshistorie zugewiesen und die Kurse entsprechend miteinander verbunden.

5) Wie wird das Risiko des Bestandsdepots berechnet?

Das Standard-Risikomaß in munio ist der Maximum Drawdown, der die echten historischen Verluste von Wertpapieren und Portfolien bemisst. Der Maximum Drawdown wird standardmäßig aus den Kurshistorien der letzten 20 Jahre berechnet, wobei der Anlagehorizont des Kunden rollierend über diesen Zeitraum verschoben wird. Mit der neuen munio-Version gibt es jetzt die Wahl, wie das Risiko vom Bestandsdepot berechnet werden soll.

Risiko im Zeitraum
Mit der neuen Version 3.0 ist es nun möglich, dass der Zeitraum für die Risikoberechnung des Bestandsdepots eingeschränkt werden kann auf einen individuellen Zeitraum.

Vorteile
Wenn der Kunde das Portfolio erst seit zwei Jahren besitzt, können Sie dem Kunden das Risiko der letzten beiden Jahre zeigen. Der Kunde findet sich somit gut wider.

Funktion für Fortgeschrittene: Heutiges Risiko berechnen
Unter der Funktion Heutiges Risiko ist das punktuelle Risiko zum Stand heute gemeint. Dabei wird die historische Entwicklung der Wertpapierkurse ausgeblendet. Grundlage für das Risiko des Bestandsdepots sind die täglichen Renditen der Wertpapiere.

6) Wie geht munio mit Zertifikaten, Anleihen und Festgeldern um?

munio kann eine Vielzahl von Zertifikaten in die Optimierung einbeziehen. Diese müssen jedoch im Vorfeld modelliert werden. Zertifikate bestehen größtenteils aus zusammengesetzten Strategien und Optionsscheinmodellierungen. Der Zertifikatskurs spiegelt nicht das Risiko und die Rendite wider. Daher werden die Zertifikate in ihre einzelnen Bausteine zerlegt und neu zusammengesetzt. Auf Basis eines Backtestings wird dann ein Risiko/Rendite- Profil errechnet.

munio kann Zertifikate und Anleihen, wenn Sie börsengelistet sind, optimieren. Es können auch hauseigene Anleihen und Produkte (IHS) abgebildet werden. Diese müssen im Vorfeld modelliert werden.

munio kann Festgelder optimieren. Nutzen Sie hierfür unserer Sparen-WKNs. Diese sind speziell für verzinste Konten modelliert worden.

7) Können sich in Zeichnung befindliche Wertpapiere (Zertifikate) optimiert werden?

munio kann auch sich in Zeichnung befindende Wertpapiere optimieren. Voraussetzung hierfür ist eine Modellierung vor der ersten Notierung. Bei der Modellierung wird die Struktur des Wertpapieres nachempfunden und abgebildet. Kann eine Struktur nicht abgebildet werden, so kann auch keine Optimierung vorgenommen werden.

8) Wie wird die Hausmeinung/Favoritenliste angelegt?

Hausmeinungen werden über das webadmin Tool verwaltet:

https://www.mymunio.de/munio-webadmin/

Bankadministratoren stellen die Hausmeinung für die Bank ein. Jeder Berater kann zusätzlich eigene Favoritenlisten verwalten.

9) Kann das Bestandsdepot komplett liquidiert werden?

Standardisiert wird das Bestandsdepot des Kunden nicht liquidiert. Es findet ein Abgleich zwischen der Hausmeinung und dem Bestandsdepot statt. Dabei wird im ersten Schritt geprüft, welche Wertpapiere zum Risikoprofil des Kunden passen. Nicht passende Wertpapiere werden dann liquidiert. Die frei werdende Liquidität und das freie Neukapital werden dann in die neuen Wertpapiere investiert.

Über „Restriktionen setzen“ können Sie jedoch alle Bestandspapiere manuell liquidieren.

10) Kann das Bestandsdepot umgeschichtet werden ohne Neukapital einzusetzen?

Ja. Steht kein Neukapital zur Verfügung, so wird die Optimierung innerhalb des Depots vorgenommen.

11) Wie werden Losgrößen und andere Restriktionen behandelt?

Die Restriktionen bezüglich der Minimum/Maximum-Grenzen können durch den Berater eingestellt werden. Die Grenzen können in Prozent, Euro oder Stück eingestellt werden.

Die Losgrößen können in Euro oder Prozent administrativ eingestellt werden. Weiterhin kann der Berater ebenfalls im „Restriktionen setzen“ Dialog auf der Seite Anlagewunsch in Euro oder Prozent.

12) Wie werden Risiko und Rendite berechnet?

Die Kennzahlen werden auf Basis der historischen Datenreihen berechnet. Da munio mit dem Risikomaß Draw Down optimiert, wird eine Renditeschätzung überflüssig. Der historisch ermittelte Draw Down ist stabiler und genauer als zukünftiger Renditeprognosen. t

13) Wie geht man damit um, wenn bestimmte Felder zur Weitergabe nicht freigegeben werden?

• Prüfen Sie bitte, ob die Felder korrekt ausgefüllt sind und die Freigabehäkchen grün sind.

• Wenn der OK Button nicht freigegeben ist, dann füllen Sie die entsprechenden Felder aus und bestätigen mit der Enter-Taste.

• Drücken Sie F5 Ihrer Tastatur, um die Seite neu zu laden.

14) Können die Kategorien des Anlageuniversums geändert und bankindividuell dargestellt werden? (Top Pics, Favoritenliste für den einzelnen Berater)

Die Kategorien des Anlageuniversums können administrativ eingestellt und interlegt werden. Die Standard-Kategorien, die Sie in munio vorfinden, werden durch die Kurslieferanten gesetzt.

15) Warum stimmen die Werte für "historische Rendite" des Bestandsdepots in der Anzeige auf Seite "Empfehlung" nicht zwangsläufig mit dem historischen Verlauf des Bestandsdepots überein?

Die Rendite des einzelnen Wertpapieres wird über die gesamte zur Verfügung stehende Datenhistorie berechnet. Der historische Verlauf eines Depots wird nur in einem vom User definierten Bereich dargestellt, so dass der Vergleich der historischen Performance eines Depots und seiner historisch berechneten Rendite nicht verglichen werden kann.

16) Welche Aussagekraft hat der blaue Punkt, der automatisch auf dem effizienten Rand erscheint?

Der blaue Punkt wird von der Software automatisch auf den effizienten Rand gesetzt. Dieser Punkt stellt als Anhaltspunkt die Verteilung dar, die dem Wunschrisiko des Kunden am nächsten kommt.

17) Wieso wird das Musterdepot nach dem Anlegen nicht im weiteren Beratungsprozess berücksichtigt?

In jeder Beratung können Musterdepots erstellt werden. Diese sind erst sichtbar, wenn die Anteile der enthaltenen Wertpapiere in Summe 100 % ergeben. Wenn Sie sich in einer Beratung befinden und innerhalb dieser ein Musterdepot anlegen, müssen Sie sich erst abmelden und erneut bei munio einloggen, damit das Musterdepot in die folgenden Beratungsschritte integriert werden kann.

18) Warum kann ich nicht auf den effizienten Rand klicken?

Wenn Sie nicht auf den effizienten Rand klicken können, liegt es daran, dass wir für Ihren Zugang eine Losgröße eingestellt haben. Die Optimierung wird mit den Standardparametern und den gesetzten Restriktionen durchgeführt. Das Nachjustieren anhand der vorgegebenen Losgröße findet nach der Optimierung statt. Die daraus resultierenden Portfoliozusammensetzungen rücken vom effizienten Rand weg. Es kann vorkommen, dass nicht an jeder Stelle des effizienten Randes ein Portfolio existiert. Der effiziente Rand verbindet die einzelnen Portfoliozusammensetzungen. Es kann also sein, dass zwei Portfolios so weit voneinander entfernt liegen, dass die beiden Punkte durch eine Linie verbunden werden. Entlang dieser Linie kann nicht auf den effizienten Rand geklickt werden, weil es keine Portfolios gibt.

19) Die Software ist langsam. Was kann ich tun?

Sollten Sie feststellen, dass sich die Anwendung nicht wie erwartet verhält, leeren Sie in Ihrem Webbrowser die ‚Offline Inhalte‘. Diese finden Sie unter Extras – Internetoptionen.

Eine zweite Möglichkeit ist das Drücken der Taste F5 auf Ihrer Tastatur. Dadurch wird die Seite neu geladen und aktualisiert.

20) Warum wird über die Funktion Excel-Import das Kaufdatum nicht importiert?

Das Kaufdatum, das Sie in der zu importierenden Datei steht, muss in Excel auch als Datum formatiert werden. Dabei gehen Sie wie folgt vor: Markieren Sie die Zellen in Excel, klicken Sie mit der rechten Maustaste in den markierten Bereich und dann auf „Zellen formatieren…“. Wählen Sie in dem Dialogfenster unter Kategorie „Datum“ aus und bestätigen Sie mit „OK“. Die Datei anschließend speichern und nochmals importieren.

21) Wenn ich WKN's aus einer Exceldatei in munio kopiere, wird manchmal keine Auswahl angezeigt. Was kann ich tun?

Wenn Sie über die Funktion Kopieren aus Excel eine WKN oder ISIN in munio einfügen, um nach dem Wertpapier zu suchen, munio aber keine Ergebnisse anzeigt, drücken Sie die Leertaste und anschließend Backspace. Auf diese Weise wird der Suchalgorithmus gestartet.

22) munio gibt mir eine Empfehlung, in der Wertpapiere einen sehr kleinen Anteil im Portfolio haben. Wie kann ich dies beeinflussen?

Sie können auf der Seite „Anlagewunsch“ im Dialog „Restriktionen setzen“ eine Losgröße in € oder % eingeben. Dieser Wert gibt dann an, dass ein Wertpapier zu einem bestimmten Mindestbetrag im Depot sein soll. Wenn Sie den Wert beispielsweise auf 3.000 € festsetzen, fallen alle kleineren Positionen im Portfolio raus.

23) Ich muss in munio immer scrollen und sehe im Webbrowser nicht die gesamte Seite der Anwendung?

Sie können die Anzeige im Webbrowser mit der Taste F11 ändern. Wenn Sie F11 drücken, werden die Menüführung Ihres Browsers und die Taskleiste von Windows im unteren Bereich Ihres Monitors ausgeblendet. Der Anzeigebereich in Ihrem Webbrowser vergrößert sich und Ihnen steht nun eine größere Ansicht zur Verfügung.

24) „Diese Seite enthält sowohl sichere als auch nicht sichere Objekte. Möchten Sie die nicht sicheren Objekte anzeigen?“. Kann ich das abschalten?

Sie können diese Meldung im Internet Explorer der Versionen 6 und 7 über die Sicherheitseinstellungen ausschalten. Wenn Sie das lokale Recht haben, die Sicherheitseinstellungen Ihres Internet Explorers zu ändern, gehen Sie wie folgt vor:

1.) Menüpunkt “Extras” > Internetoptionen
2.) Wählen Sie den Tab “Sicherheit” aus.
3.) Wählen Sie den Menüpunkt “Internet”
4.) Klicken Sie auf den Button “Stufe anpassen”. Es öffnet sich ein Fenster mit den Sicherheitseinstellungen.
5.) Scrollen Sie bis zum Punkt “Verschiedenes” herunter.
6.) Dort finden Sie eine Unterpunkt “Gemischte Inhalte anzeigen”.
7.) Beim Internet Explorer Version 6 ist momentan “Eingabeaufforderung” ausgewählt. Bei der Version 7 des Internet Explorers ist momentan “Bestätigen” ausgewählt. Das veranlasst den Internet-Browser die oben beschriebene Sicherheitswarnung anzuzeigen.
8.) Egal, welche Version des Internet Explorers Sie verwenden, wählen Sie “Deaktivieren”.
9.) Klicken Sie auf “OK”, das Fenster schließt sich. Bestätigen Sie das letzte Fenster ebenfalls mit “OK” und die Einstellungen werden übernommen.

Wenn Sie nicht berechtigt sind, Änderungen in den Sicherheitseinstellungen vorzunehmen, fragen Sie bitte den zuständigen Administrator.

25) Was bedeuten die Kennzahlen der Value-at-Risk-Funktion?

25.1 Volatilität
Die Volatilität – auch als Standardabweichung bekannt – misst die Schwankungen der täglichen Renditen des Portfolios und bewertet dessen Risiko. Eine hohe Standardabweichung muss nicht mit hohem Verlustrisiko des Portfolios einhergehen.

25.2 Sharpe Ratio
Die Sharpe Ratio bewertet die Differenz Ihrer Portfoliorendite und einer sicheren Geldmarktrendite (Überrendite) mit dem Risikomaß „Volatilität“. Je höher die Sharpe Ratio ausfällt, desto besser die Performance des Portfolios

25.3 Calmar Ratio
Die Calmar Ratio setzt die Rendite eines Portfolios ins Verhältnis zu dessen Risiko. Das Risiko des Portfolios wird in Form des Maximum Drawdowns (maximaler Verlust des Portfolios) dargestellt. Je höher der Wert für das Calmar Ratio ist, desto besser ist das Rendite-RisikoVerhältnis des Portfolios.

25.4 Jensen Alpha
Das Jensen Alpha kann als Bewertungsmaßstab für die Leistung des Managements eines Portfolios, bezogen auf die Benchmarkrendite, herangezogen werden. Ein positives Alpha zeigt, dass das Portfolio eine bessere Kursentwicklung aufweist, als der Geldmarkt.

25.5 munio-Ratio
Die munio-Ratio misst die Überrendite eines Portfolios über die sichere Geldmarktrendite pro Risikoeinheit. Als Risikomaß wird die Kennzahl „Maximum Drawdown“ (maximaler Verlust des Portfolios) verwendet.
Die munio-Ratio bewertet die Differenz Ihrer Portfoliorendite und einer sicheren Geldmarktrendite (Überrendite) mit dem Risikomaß „Maximum Drawdown“ (maximaler Verlust des Portfolios).

26) Über welchen Zeitraum werden die Charts in munio-Dossier angezeigt?

Es werden 20 Jahre Historie angezeigt für die Einzelwertpapiercharts. Für die Darstellung von Bestandsdepot und Anlagevorschlag kann über das Druckcenter der Zeitraum gewählt werden.

27) munio beachtet die Zukaufs-/Verkaufsgrößen falsch, was tun?

Zukaufs- und Verkaufsgrößen werden nur dann richtig beachtet, wenn die sich entsprechenden Papiere / Produkte im Beratungsprozess befinden.

Legen Sie Papiere / Produkte in separaten Depots an, müssen Sie diese ebenfalls für den Beratungsprozess auswählen, andernfalls werden für diese Papiere die Zukaufs- und Verkaufsgrößen nicht korrekt beachtet.

28) Wie findet die Kategorisierung der Wertpapiere in munio statt?

Die Kategorisierung der Wertpapiere wird wie folgt vorgenommen:

Risikoklasse 1
Geldmarktfonds in €
Anleihen in €
Immobilienfonds in €

Risikoklasse 2
Geldmarktfonds in Fremdwährung
Anleihen in Fremdwährung
Immobilienfonds in Fremdwährung
Rentenfonds in €

Risikoklasse 3
Rentenfonds in Fremdwährung
Dachfonds in €
Mischfonds in €
Garantiefonds in €
AS Fonds in €
Total-Return-Fonds in €
Gemischte Fonds in €

Risikoklasse 4
Dachfonds in Fremdwährung
Mischfonds in Fremdwährung
Garantiefonds in Fremdwährung
Total-Return-Fonds in Fremdwährung
Gemischte Fonds in Fremdwährung
AS Fonds in Fremdwährung
Fonds in €
Investmentfonds in €
Genussscheinfonds in €
Indexfonds in €
Rohstofffonds in €
Aktienfonds in €
Branchenfonds in €
ETF-Fonds in €
Aktien in €
Strategiefonds in €
Spezialfonds in €
Sonstige Fonds in €
Superfonds in €

Risikoklasse 5
Strategiefonds in Fremdwährung
Aktien in Fremdwährung
Investmentfonds in Fremdwährung
Genussscheinfonds in Fremdwährung
Indexfonds in Fremdwährung
Rohstofffonds in Fremdwährung
Aktienfonds in Fremdwährung
Branchenfonds in Fremdwährung
ETF-Fonds in Fremdwährung
Fonds in Fremdwährung
Sonstige Fonds in Fremdwährung
Spezialfonds in Fremdwährung
Superfonds in Fremdwährung
Derivatefonds
Indizes
Devisen
Futures
Zertifikate
Hedgefonds
Zertifikatefonds

29) Nicht fungible Anlageformen und modellierte Produkte?

Sie können mit munio neben Aktien, Fonds, Zertifikaten auch andere Vermögensgegenstände optimieren. Sie sehen hier eine Übersicht dieser Vermögensgegenstände. Für weitere Details stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

30) Warum werden bei den Kennzahlen von Produkten wie Geldmarktfonds, Rentenfonds, Anleihen usw. die Ausschüttungen berücksichtigt aber bei anderen Produkten wie Aktien, ausschüttenden ETFs usw. nicht?

Beispiel Rendite von Aktien:
Aktien haben in der Regel eine Dividendenzahlung pro Jahr. Je nachdem wann der Kunde eine Aktie kauft und verkauft, erhält er die Dividendenzahlung oder er erhält nur die Kursgewinne. In 364 von 365 Fällen erhält der Kunden die Dividende für seine Haltedauer Zeitraum nicht. Wir errechnen eine durchschnittliche Rendite.

Produkte wie Anleihen und Geldmarktfonds habe eine andere Kursstruktur. Aufgrund der deutlich geringeren Volatilitäten müssen die Ausschüttungen mit berücksichtigt werden, da der Kursverlust zum Tag der Ausschüttung das Kursrisiko unverhältnismäßig stark erhöhen würde.

31) Ist die Wunschrendite die Rendite, die man im Zeitraum des Anlagehorizontes erreichen möchte?

Ja, der Kunde gibt am Anfang der Beratung die Wunschrendite vor, die er gerne jährlich erreichen würde. Ob der Wunsch erreichbar ist, hängt davon ab, welche Wertpapiere in der Optimierung zusammengesetzt werden. Die Ergebnisse der Optimierung sind dem effizienten Rand zu entnehmen. Beispiel: Der Kunde möchte eine jährliche Rendite von 10% und ein maximales Verlustrisiko von 20%. Ob dieser Wunsch erreichbar ist, wird erst in der Optimierung sichtbar.

32) Ist der Risikowunsch der maximale Verlust des Depots, den man erleiden will? Bezieht sich der Risikowunsch auf den Anlagezeitraum oder auf einen beliebigen Zeitraum oder Tag innerhalb des Anlagezeitraums? Welche Bedeutung hat der Anlagezeitraum?

Unter dem Begriff Risiko wird der maximale Depotwertverlust (MaximumDrawDown) in dem angegebenen Anlagezeitraum verstanden. Aus Kundensicht ist es der maximale Verlust, den man in der definierten Anlagedauer erleiden kann, wenn man zum höchsten Punkt einsteigt und zum tiefsten Punkt aussteigt.

Beispiel: Betrachtet man eine Periode von 5 Jahren, so ist der Verlust geringer als in einer Periode von 10 Jahren.

Das maximale Risiko wird rollierend von heute in die Vergangenheit über eine Historie von 20 Jahren rückwärts gerechnet.

Beispiel: Gibt ein Kunde eine Anlagedauer von 12 Monaten vor, so wird der maximale Verlust während einer 12-monatigen Periode gesucht. Gibt der Kunde eine Anlagedauer von 60 Monaten vor, so wird der maximale Verlust während dieser Periode gesucht. Je länger die Anlagedauer, desto größer der potentielle MaximumDrawDown.

33) Wie werden die Wertpapiere in der Optimierung zueinander ins Verhältnis gesetzt? Wird das Risiko, in der Optimierung der einzelnen Wertpapiere untereinander gleich betrachtet und in Beziehung gesetzt oder werden Wertpapiere unterschiedlicher Kategorien anders ins Verhältnis gesetzt?

Im Rahmen der Optimierung werden die Abhängigkeiten der maximalen Verluste und deren Korrelationen betrachtet. Dabei wird zeitoptimal gerechnet, d.h. es werden die Verluste in Abhängigkeit der Anlagedauer errechnet.

Dieses Video erklärt auf eine einfache Art und Weise die Wirkungsweise der Optimierung:

Im Detail:

Das Wertpapier A hat einen maximalen Verlust von 50%. Das Wertpapier B hat einen maximalen Verlust von 10%.

Investiert man 100% des Depots in das Wertpapier A und 0% in das Wertpapier B, so beträgt der maximale Verlust des Depots 50%.

Investiert man 100% des Depots in das Wertpapier B und 0% in das Wertpapier A, so beträgt der maximale Verlust des Depots 10%.

Es gibt zwischen den beiden Wertpapieren ein optimales Risikoverhältnis, bei dem das Risiko des Depots kleiner wird, als das Risiko des kleinsten Einzelwertpapiers.

Man kann beweisen, dass ein mathematisch-funktionaler Zusammenhang zwischen den DrawDowns von zwei Wertpapieren existiert. Damit lässt sich eindeutig ein Mischverhältnis zwischen den beiden Wertpapieren berechnen, bei dem das Verlustrisiko der Mischung kleiner ist als der Verlust des Wertpapiers mit dem kleinsten Verlust. In dem Beispiel läge der Verlust der Mischung von A und B immer kleiner als -10 %.

Weitet man die Betrachtung von zwei Wertpapieren auf N-Wertpapiere aus, so wird klar, dass zwischen jedem Wertpapier eine indiduelle paarweise Mischung von optimalen Verhältnissen existiert. Betrachtet man die Mischungskorrelation der Verluste von A zu B, A zu C, B zu C, usw. entsteht eine N-dimensionale Risikowolke.

Über diese n-dimensionale Risikowolke der funktionalen Abhängigkeiten der DrawDowns wird optimiert.

34) Wie geht munio mit Wertpapieren um, die keine lange Zeithistorie haben, beispielsweise Neuemissionen oder Wertpapiere, die seit wenigen Jahren auf dem Markt sind?

In munio sind alle Wertpapiere auf eine Historie von 20 Jahren normiert. Die meisten Wertpapiere haben jedoch selten eine Historie von 20 Jahren. Daher werden alle Wertpapiere, die eine kürzere Historie aufweisen verlängert. Dazu wird das Prinzip der kleinsten Abweichungsquadrate (R2) benutzt. Und das funktioniert wie folgt. Zu jeder Anlageklasse werden Peergroups definiert, mit denen die Historie verlängert wird. Aus den verfügbaren Peergroups werden bis zu drei passende Peergroups gesucht und zusammengesetzt, die möglichst genau den bestehenden Verlauf als Overlay abbilden. Im Chart wird sichtbar, dass Kurse nach 2006 den tatsächlichen Verlauf abbilden, davor ist es die Peergroup Verlängerung. Die Verlängerung mit Peergroups ist wesentlich genauer als mit Benchmarks.

35) Wir wird die Rendite berechnet?

Die Rendite wird als Durchschnitt der täglichen Renditen berechnet. Der Kurs eines Wertpapieres verändert sich täglich. Daraus wird die tägliche Rendite berechnet. Der Durchschnitt aller täglichen Renditen bildet die jährliche Rendite.

Beispiel:
Zum 01.06. (Tag 1) beträgt der Kurs 95,97 €. Die Rendite ohne Dividende sei an dieser Stelle 0.
Zum 02.06. (Tag 2) beträgt der Kurs dann 96,84 €. Die Rendite ohne Dividende ist nun 0,907.

Berechnet wird sie folgendermaßen:
 z = (( x / y) -1) * 100

z = Rendite ohne Dividende [Tag 2] x = Rendite ohne Dividende [Tag 1] y = Kurs [Tag 1]

36) Welche Auswirkung hat die Dividende auf die Rendite?

An Hand der Beiersdorf Aktie kann man die Berechnung gut herleiten. Der Kurs der Aktie am 01.06.2017 lag bei 95,97 Euro. Ein Jahr später, am 30.05.2018, lag der Kurs der Aktie bei 99,4 Euro. Unterstellen wir, dass die Dividendenrendite der Aktie bei 4% liegt. Welche Rendite hat das Wertpapier? Die einfachste Rechnung wäre, wenn man den letzten Kurs 99,4 durch den ersten Kurs 95,97 teilt. Das ergibt eine Rendite von 3,57%. Addiert man die Dividendenrendite von 4% dazu, so kommt man auf 7,57% Prozent. So rechnen die meisten Anleger und auch leider die Mehrheit der Berater! Doch in Wirklichkeit liegt die Rendite bei 2,09%.

Das beiliegende Beispiel in dem Excel „Renditeberechnung“ zeigt an Hand der Beiersdorf die Wirkung der Dividende auf die Rendite. Berechnet man zwischen dem 01.06.2017 und dem 30.05.2018 die täglichen Renditen für 250 Börsentage (genau 1 Jahr) und bildet man den Durchschnitt der täglichen Renditen, so kommt man auf eine Rendite von 2,04%. Unterstellt man, dass die Beiersdorf am 2. Tag eine Dividende von 4% zahlt und berechnet analog die Jahresrendite inklusive der Dividende, so kommt man auf eine Rendite von 2,09%. Wie kann es sein, dass die 4%-Dividende einen so geringen Einfluss auf die Rendite hat? In dem beiliegenden Excel sieht man auf dem Reiter „Rendite mit Dividende“, dass die Rendite zwar an einem Tag 4% beträgt, ihr Beitrag auf das Jahr, also 250 Tage, jedoch nur 1/250, also marginal ist.

Renditeberechnung.xlsx

37) Wird die Rendite aus der Vergangenheit in die Zukunft prognostiziert?

In der Regel wird die Rendite der letzten 20 Jahre auch für die Zukunft prognostiziert. Jedoch ist diese Vorgehensweise bei bestimmten Assetklassen nicht zielführend. Bei Rentenfonds, Immobilienfonds oder Geldmarktfonds beispielsweise, überschätzen die vergangenen Rendite die Zukunft. Das Zinsniveau war früher höher, somit war auch die Rendite der o.g. Gattungen höher als es bei dem aktuellen Zinsniveau ist. Aus dem Grunde wird bei diesen Gattungen die vergangene Rendite auf das heutige Maß „gedämpft“.

Ein Beispiel soll es verdeutlichen. Das Rentenfonds A hatte früher eine Rendite von 8%. Das Zinsniveau war 6%. Der aktuelle Zins beträgt nur 1%. somit war der Zins früher 6-fach höher als heute. Mit diesem Faktor wird die Rendite des Rentenfonds „gedämpft“, in diesem Beispiel auf 1,33%.

38) Mit MiFID2 wird für jedes Wertpapier auch eine Renditeprognose notwendig. Wie wird diese Prognose berechnet?

Zur Prognose der Rendite wird die Kennzahl Volatilität verwendet. Die Volatilität drückt die Schwankungsreite der täglichen Renditen um ihren Durchschnitt, also die Schwankung nach oben und unten aus. Diese Schwankungsbandbreite wird als Prognose verwendet.

Beispiel: Der DAX hat eine durchschnittliche Rendite von 8%. Die Volatilität beträgt 20%. D.h. die Rendite des DAX schwankt zwischen 6,4% im schlechtesten Fall und 9,6% im besten Fall. Mit diesen Werten wird im Rahmen von MiFID2 die Prognose berechnet.