FAQ Ausfüllhilfe zu WpHG und Beratungsprotokoll

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Stand: 20.10.2015

Bestandskunden = Pflichtfeld
Interessenten können die Felder Depotnummer, Depotbank, Anlagekontonummer leer bleiben. In der Regel vor der Software schon vorausgefüllt.

Kundenstatus bezogen auf das beratene Depot.

Unter „Interessent“ sind Kunden zu verstehen, die noch nicht im Besitz eines Depots sind.

Alle Felder sind Pflichtfelder. In der Regel von der Software schon vorausgefüllt.

Nimmt am Beratungsgespräch eine weitere Person teil, so sind deren Daten hier aufzunehmen.

Es ist die Art des Beratungsgesprächs anzugeben.

Hier ist anzugeben auf wessen Initiative die Beratung stattfand.

Es muss mindestens ein Gesprächsanlass angegeben werden. Mehrfachnennungen sind möglich.

„Vertriebsmaßnahme“ ist nur dann anzukreuzen, wenn es sich um eine zentral gesteuerte Vertriebskampagne zu einem bestimmten Produkt handelt. Es ist dann die genaue Bezeichnung der Maßnahme anzugeben.

Der konkrete Anlagebetrag für die einmalige Anlage ist ein Pflichtfeld.

Angaben zu Sparanlagen und dem Sparrhythmus sind optional.

Die Angabe des Anlagezweckes (Ziele und Wünsche) und die Gewichtung der einzelnen Angaben ist ein Pflichtfeld. Es muss mindestens ein Anlagezweck ausgewählt werden. Mehrfachnennungen sind möglich, wobei zu achten ist, dass sich diese nicht widersprechen.

Die Angaben zur Beruf sind Pflichtangeben. Angaben zum Familienstand stellen keine Pflichtfelder dar, dienen aber dazu, den Kunden und seine finanziellen Bedürfnisse besser einschätzen, um Beratungsansätze besser erkennen zu können.

Weitere Angaben zur persönlichen Situation des Kunden können aufgenommen werden, sofern diese für die Beratung von Bedeutung sind.

Beispiele:
• Kunde geht bald in den Ruhestand
• Kunde hat eine Erbschaft erhalten
• Geburt eines Kindes steht bevor
• Kunde plant eine berufliche Veränderung

Die WpHG-relevanten Angaben bzgl. der Erfahrungen und Kenntnisse sind für jede Produktgattung anzugeben. Diese Angaben sind Pflichtfelder.

Wenn sich Angaben bzgl. der Erfahrungen und Kenntnisse ändern, so ist ein neuer WpHG-Bogen auszufüllen.

Die hier abgefragten Angaben beziehen sich auf den Gesprächspartner
mit dem die Beratung durchgeführt wird, d.h. bei einem Gespräch mit einem Bevollmächtigten sind dessen Erfahrungen und Kenntnisse aufzuführen.

Die WpHG-relevanten Angaben bzgl.

• Einkommen und Vermögen
• Anlagestrategie
• Anlagehorizont

sind Pflichtfelder.

Bruttoeinkommen: Die hier abgefragten Angaben beziehen sich ausschließlich auf den Depotinhaber, d.h. bei einem Gespräch mit einem Bevollmächtigten ist nicht dessen Bruttojahreseinkommen, sondern das des Kontoinhabers anzugeben.

Hat sich mindestens eine der Angaben gemäß WpHG (Erfahrungen und Kenntnisse, Einkommen und Vermögen, Anlagestrategie oder Anlagehorizont) geändert oder wurden die Daten im Rahmen einer Erstberatung eingeholt, so ist ein neuer WpHG-Bogen auszustellen und dem Beratungsprotokoll beizufügen.

• Hat sich mindestens eine der Angaben gemäß WpHG (Erfahrungen und Kenntnisse, Einkommen und Vermögen, Anlagestrategie oder Anlagehorizont) geändert oder wurden die Daten im Rahmen einer Erstberatung eingeholt, so ist ein neuer WpHG-Bogen auszustellen und dem Beratungsprotokoll beizufügen.

Hier ist das Produkt aufzuführen, welches mit der verfolgten Anlagestrategie (Risikoklasse) des Kunden übereinstimmt. Neben der Produktbezeichnung und dem Anlagebetrag sind zwingend alle Kostenbestandteile zu dokumentieren.

Die wesentlichen Gründe, Eigenschaften, Chancen und Risiken des Produktes sind ebenfalls zu dokumentieren.

Weicht der Kunde in diesem Beratungsgespräch einmalig von seiner grundsätzlichen Anlagestrategie (Risikoklasse) ab, so ist dies zu dokumentieren und zu begründen.

Bei der Formulierung der Begründung ist darauf zu achten, dass für einen Außenstehenden Dritten nachvollziehbar und erkennbar ist, warum eine abweichende Anlageempfehlung erfolgte.

Mögliche Gründe für eine Abweichung können sein:

• Begrenzung von Verlustrisiken
• Nutzung von Marktpotentialen
• Assetklassendiversifikation

Je nach Erfahrungen des Kunden, ist er entsprechend seinen Kenntnissen über die Chancen und Risiken der empfohlenen Produkte sowie der Produktgattung aufzuklären, damit er eine objektive Entscheidung treffen kann, ob das empfohlene Produkt seinen Anlagezielen gerecht wird. Bei Kunden mit keiner oder nur sehr geringer Anlageerfahrung ist eine intensivere Aufklärung auch über grundlegende Wesensmerkmale einer Produktgattung besonders wichtig. Dabei ist der Kunde vor Erläuterung der einzelnen Produktdetails zunächst über die grundlegenden Eigenschaften, sowie über die allgemeinen Chancen und Risiken der Produktgattung (z.B. Aktien, Zertifikate) aufzuklären.

Bitte unterrichten Sie den Kunden über das dargestellte Widerruftsrecht.

KIDs: Für deutsche Investmentfonds sind zwingend die wesentlichen Anlegerinformationen (KID) auszuhändigen. Sofern im Beratungsgespräch eine Aktie, Anleihe oder ein Zertifikat zum Kauf empfohlen wurde, ist immer
das aktuelle Produktinformationsblatt (PIB) auszuhändigen. Im Feld sonstiges sind weitere Unterlagen aufzuführen die dem Kunden ausgehändigt wurden.

Für telefonische Beratung gelten gesonderte Vorschriften. Bitte beachten Sie den Hinweistext im Beratungsprotokoll, falls der Kunde die Umsetzung der Order vor Erhalt des Protokolls wünscht. Hier sind die gesetzlichen Rücktrittsfristen zu beachten. Der Kunde kann innerhalb von einer Woche vom Geschäft zurücktreten, wenn das Beratungsprotokoll nicht richtig oder nicht vollständig ist.

Das Beratungsprotokoll enthält personenbezogene Daten, die per E-Mail aus Datenschutzgründen nicht unverschlüsselt versandt werden dürfen.

Alle Felder, bis auf die Unterschrift des Kunden, sind Pflichtfelder.

Eine gesetzliche Verpflichtung zur Unterschrift des Protokolls besteht für den Kunden nicht. Es ist jedoch wünschenswert, dass der Kunde das Protokoll unterschreibt. Hierdurch wird Wichtigkeit der Protokollierung verdeutlicht. Darüber wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Kunde das Protokoll aufmerksam liest und somit mögliche Missverständnisse in der Anlageberatung bereits vor einer evtl. Orderausführung aus dem Weg geräumt werden können.